IDEE
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DIE IDEE


Vielleicht war es die Frage, wie eine Gesellschaft zu ändern sei. Im Großen oder im Kleinen? Von Oben oder von Unten? Vielleicht war es ein Buch mit dem Titel „Ausstieg in die Zukunft“. Vielleicht ein Aufenthalt bei einem Selbstversorger vor einigen Jahren in Irland. Oder ein Buch, das bei meinen Eltern im Regal stand und dessen Worte noch immer in mir nachhallen:„Ich ging in die Wälder, denn ich wollte bewusst leben“. Oder jene Aufforderung:„Vereinfach! Vereinfache! Vereinfache!“

Es reicht ein Blick in die Zeitung - ganz egal welche - und schnell stellt sich bei mir ein diffuses Gefühl ein, dass hier irgendetwas nicht ganz stimmen kann. Wir leben in einer sehr komplexen Welt und für das, was richtig und falsch ist, gibt es schon längst keine allgemein gültigen Wahrheiten mehr. Kein Wunder, dass sich bei vielen meiner Generation eine gewisse Orientierungslosigkeit einstellt, ganz abgesehen von einem Ohnmachtsgefühl angesichts der Probleme, die da auf die Weltgesellschaft zu kommen. Finanzkrise ist gerade aktuell, Klima-, Energie- und Hungerkrise werden kommen. Dass allein durch neue Technik den Problemen nicht beizukommen ist, ahnt man. Wahrscheinlicher erscheint mir, dass eine sehr grundlegende Änderung der Lebensweise und somit auch der Wirtschaftsweise kommen wird. Gewollt oder ungewollt. Allein die Tatsache, dass die Ressourcen endlich sind und die gesamte Wirtschaft auf Öl basiert, legt das nah.

Ich suche nach Menschen, die versuchen, die Dinge etwas anders anzugehen und zwar ganz konkret. Der Einzelne hat einen gewissen Einfluss auf sein Leben und wie er anderen Menschen und der Natur begegnet. Mal sind es Menschen, die ihre Wohnsituation ökologischer und sozialer gestalten. Ein landwirtschaftlicher Betrieb, der die Abhängigkeit vom Markt zu überwinden versucht. Ein Architekt, der Orte des guten Lebens schaffen möchte. Eine Frau, die von einer Welt ohne Geld träumt und das heute schon lebt. Insgesamt habe ich bereits 11 Projekte besucht und bin auf der Suche nach neuen.


Aus der Arbeit hat sich eine Kooperation mit dem Berliner Büchertisch ergeben. Am 14. Mai fand dort erstmalig eine Veranstaltung unter dem Motto „Gelebte Alternativen“ statt. Insgesamt waren vier der von mir besuchten Projekte vertreten.


Über die ersten elf Projekte ist ein kleines Buch erschienen. Das man hier bestellen kann. In folgenden Läden wird es ebenfalls angeboten.